Mutter Basilea / Marienschwestern
Vielleicht sollte ich mich mit meinem Blog ernsthafteren Themen widmen anstatt über Belangloses zu schreiben. Ich hab mir überlegt einen Blog zu öffnen der über Sekten und Verführungen berichtet. Aber da es vielleicht bei einem Artiel bleibt lohnt sich das nicht.
Thema: Marienschwestern.
Vor einer halben Stunde hab ich bei Google nach Mutter Basilea gesucht und ein Zeugnis gefunden einer ehemaligen Marienschwester. Das Zeugnis hat mich geschockt und ich hab an die Marienschwestern denken muessen die ich in Paraguay kennenlernen durfte. Ich werde hier kurz meine Eindrücke und Erfahrungen schildern.
Während meines Auslandsaufenthaltes in Paraguay hat mich ein Mitarbeiter der Psychiatrie gefragt ob ich die Website der Marienschwestern (Paraguay) machen kann. Ich hab mich bisschen über die Marienschwestern im Internet informiert und zugesagt. Viel Infos hatte ich damals im Internet nicht gefunden, wusste jedoch, dass die Marienschwestern nicht katholisch waren auch wenn es sich danach anhörte. Der Mitarbeiter der Psychiatrie sagte mir, dass die Marienschwestern um Antwort beten müssen ob ich kommen darf oder nicht. Nach paar Tagen kam die Zusage, dass ich über ein Wochenende zu Besuch kommen kann. Die Marienschwestern hatte ihren Sitz im Inland. Das bedeutet so viel wie 4 Stunden mit dem Bus, zum Teil auf Erdwegen und ohne Klimaanlage. Ich fuhr gern mit dem Bus ins Inland. Als wir (der Mitarbeiter und ich) angekommen sind, haben Sie uns ein Willkommenslied gesungen. Ungewohnt aber okay. Das Abendessen war top. Insgesamt waren es drei Schwestern und alle der deutschen Sprache mächtig. Eine der Schwestern kam aus einem Dorf das ich kannte. Soweit so gut.
Die Hauptaufgabe der Marienschwester in Paraguay war es die Bücher, Schriften, Traktate und Videokassetten der Mutter Basilea zu vertreiben. Neben dieser Aufgabe nahmen Sie Gäste auf die sich auf Ihrem Gelände, vorallem in dem schön angelegten Garten, erholen können. Weiter haben Sie sich um die Bedürftigen in ihrer Umgebung gekümmert. Verwaiste Kinder versorgt, Geld für Operationen ermöglicht… Dies machte auf mich einen sehr positiven Eindruck.
Was mich allerdingst beängstigte war die indirekte Anwesenheit der Mutter Basilea. (Mutter Basilea die, die Marienschwester gegründet hat, ist mittlerweile tot. Sie hat über 100 Bücher geschrieben die zum Teil in bis zu 80 Sprachen übersetzt wurden.) Mit indirekter Anwesenheit, meine ich den riesigen Büchertisch im Eingangsbereich (nur mit den “Werken” Mutter Basileas) und die Spruchkarten mit den Sprüchen von denen jeder Raum den man betrat verziert war. Nur sehr wenige Biblische Verse hingen an der Wand im Vergleich zu den Sprüchen Basileas. Das zeigte die Verbundenheit der Schwestern zu ihrer Mutter. Die vielleicht stärker war als die Verbundenheit zu Jesus.
Ein weiteres Erlebnis war der kleine Gottesdienst der Schwestern. Es war ein kleiner geschmückter Raum in dem wir uns trafen. Der Gottesdienstablauf war genau vorgegeben von Mutter Basilea. Alles stand detailliert auf einem Blatt, das Stück für Stück behandelt wurde. Es wurde die Bibel gelesen, dazu die Texte von Mutter Basilea und auch ihre Lieder wurden gesungen. (Während den Liedern wurde mit Palmwedeln gewedelt, auch sehr ungewohnt aber okay.)
Die Fixiertheit und Verbundenheit der Schwestern zu den Schriften Mutter Basileas ist enorm. Meines Erachtens haben die Werke Mutter Basileas für die Marienschwestern einen höheren Stellenwert als die Bibel.
Neue Offenbarungsquellen (Bücher und Trakate), sowie eine Führerperson, Abhängigkeit der Führungsperson gegenüber stellen diese Gruppe in das Licht einer Sekte.
Der Mitarbeiter und ich wollten Sonntags Mittags wieder nach Asunción fahren. Wir sind dann aber Montags um 4 Uhr in der Frühe mit den Schwestern in ihrem Jeep gefahren. Während der Fahrt wurde laut gesungen und ich kam fast pünktlich 7:10 Uhr auf der Arbeit an. Die Schwestern haben in der Nacht vor der Fahrt noch bis um 1:00 oder 2:00 Uhr gearbeitet. Was mich beeindruckt hat und was sich teilweise mit dem Bericht der ehemaligen Schwester deckt. Beeindruckt haben mich auch meine gewaschenen Klamotten die sie mir geflickt haben.
Das hab ich den drei Tagen mitgenommen. Zu einem weiteren Kontakt kam es dann nicht mehr. Ich glaub es fehlte die Zeit.
1.Thessalonicher 5,21: Prüft aber alles und das Gute behaltet.
Ihre Lehre ist falsch. Immer wenn Jesus den Mittelpunkt, das Zentrum, verlässt, bzw. was anderes dazu kommt, sollte man sehr vorsichtig sein. Mich hat beeindruckt wie Sie anderen gedient haben. Ob das nun eher ein Pflichtgefühl war oder nicht, kann ich nicht sagen. Das wäre aber etwas das man behalten kann bzw. muss.
1Kor 10,24: Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.
Das Wochenende und die Begegnung mit den Marienschwestern war sehr interessant und jetzt im Nachhinein sehr lehreich. Wenn ihr mehr Einblick bekommen wollt seit ihr mit diesem Bericht glaub gut beraten:
Eine ehemalige Marienschwester erzählt ihre Geschichte.
Wikipedia: Basilea Schlink
Wikipedia: Evangelische Marienschwesternschaft Darmstadt
Falls ihr Fragen habt, schreibt ne Mail oder nen Kommentar.
Habt ihr auch schon Erfahrungen gemacht mit Marienschwestern?
————————————————————————————
Update 20.04.2010:
Beim clv Verlag ist ein Buch erschienen zu diesem Thema: Wenn Mauern fallen (Zwei Marienschwestern entdecken die Freiheit des Evangeliums)















Am 14. Juli 2008 um 20:01 Uhr
Halllo, ich kenne die Marienschwestern schon über 30 Jahre lang und ich habe auch noch die Mütter erlebt. Wenn wir im Aisland wären, bei Menschen in denen Familienbande serhr hohen Stellenwert haben, würden wir die Ehrfurcht den Älteren gegenüber besser verstehen und die Dankbarkeit für alles, was die Vorgeher schon erlebt und in Liebe weitergegeben haben. Mutter Basilea war eine einzige Fackel. Sie hatte durch ein schreckliches Rheuma, das entsetzliche Schmerzen machte große Qualen zu erdulden bevor sie starb. Die sie betreuende Ärztin hat ihre Haltung in dieser Zeit erlebt und ich denke, daß dieses letzte Zeugnis unter großen Leiden gezeigt hat, wer bei ihr im Mittelpunkt steht. lesen sie doch mal das Buch ALLES FÜR EINEN , von dieser Jesusliebe kann ich nur träumen und sie mir wünschen. Schaut ihr Ende an und folgt ihrem Glauben nach. Das ist eine Stelle aus der Heiligen Schrift. Und ihren Glauben hat sie in den Büchern geschrieben. Jesus und nochmal Jesus und die Nachfolge sind die Themen. …und auf dem Weg nicht streiten . so empfiehlt Terstegen. Bete für sie und Gott wird Ihnen und und uns allen helfen auf dem Weg zu unserer himmlischen Heimat. Tausend liebe Grüße und Segenswünsche für dich und die Marienschwestern
Deine Ruth !
Am 10. Oktober 2009 um 22:50 Uhr
Hallo! Ich kenne alle Gründungs- Marieenschwestern seit 62 Jahren und einige sogar noch vier oder fünf Jahre länger. Ich bin in der Gemeinde in Darmstadt aufgewachsen in der sich die Marienschwesternsschaft etabliert hat.
Ich bin auch im Hause Professor Schlink ein und aus gegangen. Dieses Haus war das erste Domizil der Marienschwesternschaft. Frau Dr. Clara Schlink ist die Tochter des Hauses und nannte sich später Mutter Basilea. Ihre Freundin, Frl. Erika Madaus nannte sich Mutter Martyria.
Wenn jemand Orientierungsbedarf hat, möge man sich an mich wenden. Die Sache ist nicht leicht zu durchschauen.
Es wäre ja schön, wenn eine Christliche Bewegung eine rundum gute Sache wäre, aber das ist sie nach meinen Erfahrungen leider nicht. Es ist da wie immer— Licht und Schatten.
Am 24. Mai 2010 um 20:44 Uhr
Hallo,
ich wohne in Hamburg und bin den Marienschwestern hin und wieder begegnet.
Ich fühlte mich immer als Christ zweiter Klasse ,ich konnte mich nicht so in ihre Lehre(d.h. enge Anbindung an die Lehre Mutter Basileas)einfügen.
Ich habe echte Liebe und Wertschätzung vermißt,ich bin ein entschiedener Christ .
Als ich Probleme hatte wurde ich nicht ermutigt, sondern ich wurde auf meine Sünde hingewiesen.
Ich habe gute Taten mir gegenüber nicht als Liebe zu mir empfunden, sondern als Eigenleistung zur Frömmigkeit.
Wenn ich jetzt von Reden höre, die sie in ihrem engen Schwesternkreis gehalten hat, dann kommt mir manchmal das Grauen.
Sollte es wahr sein, daß die Leiden Jesu in dieser Zeit nicht mehr ausreichen, sondern Maria und die Marienschwestern mithelfen,dann handelt es sich hier um eine ganz entsetzliche Irrlehre.
Am 24. Mai 2010 um 22:43 Uhr
/www.kanaan.org/germany
Auf Fragen und Anraten von meinem Freund B.G. habe ich mich heute Abend mal näher mit den Marienschwestern befasst. Ich rate vorab jedem Interessenten die Homepage (siehe oben) anzuschauen und darin zu stöbern. Wer auch nur ein wenig im evangelisch, evangelikal geprägten Raum zuhause ist, der wird schnell und sicher ein Urteil treffen können, das meiner Meinung nach nur positiv sein kann. Bestimmt gibt es in allen Gruppen - ich komme von den Mennoniten oder man nehme die aktuellen Diskussionen bei den Katholiken - Dinge und Vorfälle, die nicht in Ordnung waren oder sogar sind. Aber ich zweifle nicht, dass die Arbeit der Marienschwestern von Darmstadt, von Anfang an und vermutlich auch weiterhin eine grundsolide, christliche Linie vertritt, die Respekt und Achtung verdient. Ich wollte, dass viele andere auf so (gesunden, m.M.) biblischen Grundlagen ruhten. Wenn ich mal Zeit und Lust habe, werde ich die eher kritischen Stimmen zu dieser Kommunität suchen und lesen. Wer Lust hat, kann mich ja mal mit der Nase darauf stoßen.
Am 24. Mai 2010 um 22:44 Uhr
/www.kanaan.org/germany
Auf Fragen und Anraten von meinem Freund B.G. habe ich mich heute Abend mal näher mit den Marienschwestern befasst. Ich rate vorab jedem Interessenten die Homepage (siehe oben) anzuschauen und darin zu stöbern. Wer auch nur ein wenig im evangelisch, evangelikal geprägten Raum zuhause ist, der wird schnell und sicher ein Urteil treffen können, das meiner Meinung nach nur positiv sein kann. Bestimmt gibt es in allen Gruppen - ich komme von den Mennoniten oder man nehme die aktuellen Diskussionen bei den Katholiken - Dinge und Vorfälle, die nicht in Ordnung waren oder sogar sind. Aber ich zweifle nicht, dass die Arbeit der Marienschwestern von Darmstadt von Anfang an und vermutlich auch weiterhin eine grundsolide, christliche Linie vertritt, die Respekt und Achtung verdient. Ich wollte, dass viele andere auf so (gesunden, m.M.) biblischen Grundlagen ruhten. Wenn ich mal Zeit und Lust habe, werde ich die eher kritischen Stimmen zu dieser Kommunität suchen und lesen. Wer Lust hat, kann mich ja mal mit der Nase darauf stoßen.